LG Dresden: Keine Haftung des Admin-C

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Die Entscheidung ist schon ein paar Tage bekannt, seit heise.de darüber berichtete. Nun liegt die online vor und ist bei medien-internet-und-recht.de (.pdf-Datei) zu finden.

Die Kernaussage des Dresdener Entscheidung, die ganz der (meines Erachtens falschen) des LG Hamburg widerspricht lautet:

Zum einen ergibt sich hieraus, dass sich die im Außenverhältnis zur DENIC vorhandene Entscheidungskompetenz des Admin-C auf die die Domain betreffende Angelegenheiten bezieht und sich nicht auf den Inhalt der Webseite erstreckt. Zum anderen ist der Admin-C im Innenverhältnis zum Domain-Inhaber an dessen Weisungen gebunden. Weder leitet sich aus der in den DENIC-Richtlinien definierten Funktion des Admin-C dessen Pflicht her, ggf. im Rahmen von vertraglichen Vereinbarungen mit dem materiell berechtigten und verpflichteten Domain-Inhaber Einluss auf die Inhalte der Webseite auszuüben, noch verletzt er über das Recht, eine Einflussnahme gegenüber dem Domaininhaber tatsächlich auszuüben oder durchzusetzen.

Die daran sich anschließenden Absätze sind ebenfalls sehr aufschlussreich. – Genaus so sieht es aus. Die Einschätzung des LG Dresden scheint mir völlig korrekt.


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