Archive for Januar 2010

iPad [update]

28. Januar 2010

Wie nicht anders zu erwarten, schlägt das »ipad« ein – in der Domainer-Szene.

Während bei Mike Berkens auf thedomains.com diskutiert wird, warum Apple keine ipad-Domains registriert hat, kommen die Grabber und Cybersquatter und registrieren haufenweise ipad-Domains.

In dem Zusammenhang ist es nicht uninteressant zu wissen, dass Apple sehr massiv gegen Kennzeichenrechtsmissbräuche vorgeht. Wer Glück hat, sieht sich lediglich UDRP-Verfahren ausgesetzt. Andere Gerichtsverfahren schlagen preislich ganz anders zu Buche, angefangen bei einer Abmahnung, über einstweilige Verfügungsverfahren bis hin zu Hauptsacheverfahren.

[UpDate]
Fujitsu nutzt die Marke »iPad« seit 2003 für einen tragbaren Kassencomputer, berichtet mac-essentials unter Verweis auf einen Artikel der New York Times.

Die Marke »ipad« ist sowohl als Gemeinschaftsmarke als auch als IR-Marke seit einigen Jahren auf Siemens eingetragen. Bisher schien sich niemand für den Begriff zu interessieren. Domains wie ipad.com (seit 1997), ipad.de usw. sind allerdings seit Jahren von Dritten registriert. – Es ist schon verblüffend, wie urplötzlich »ipad«-Domains wie ipadforyou.com, ipadnews.com/.de und so weiter aufkommen. Natürlich ist es nicht verblüffend, sondern peinlich und unverschämt und dumm zugleich.

Die seitens »IP Application Development LLC« vor wenigen Monaten eingereichte EU-Marke »iPad« ist noch nicht eingetragen. Man geht davon aus, dass diese Anmeldung zugunsten Apples erfolgte. Eine deutsche Marke »ipad« ist 1999 noch während der Anmeldung zurückgenommen worden.

Adressraum geht zur Neige

20. Januar 2010

Gestern kam eine Nachricht von ICANN (Internet Corporation for Assigned Names and Numbers) herein, in der es heisst, dass nun nur noch 24 IPv4-Adressblöcke, das sind pro Block 16 Mio. IP-Adressen und zusammen also 384.000.000 IP-Adressen, zur Verfügung stehen. Die letzten 10 % des Adressraums werden also gerade angebrochen, und mit IPv6 sieht es noch immer nicht sehr gut aus.

Marina del Rey, CA… January 19, 2010… The available pool of unallocated Internet addresses using the older IPv4 protocol has now dipped below the 10 percent mark. There are now just 24 address blocks (each block is about 16-million IP addresses) that ICANN has not yet allocated to the Regional Internet Registries around the world.

Weiter wird in der Pressemitteilung von ICANN davon gesprochen, welche Herausforderung das darstellt und aber auch, welche Vorteile IPv6 hat. Ja klar, aber Fragen nach technischen und deren Lösung werden nicht gestellt. Vor zwei Jahren stand man noch vor großen technischen Problemen.

Die Schwierigkeiten der Kommunikation zwischen IPv4 und IPv6 sind groß. In einer Liste der IETF findet man zahlreiche Probleme, die noch zu lösen sind. Zur Zeit wird die Kommunikation auf IPv6-Ebene durch das IPv4 getunnelt. Spätestens 2010 bis 2012 soll der Umstieg auf IPv6 erfolgt sein. Dann werden wahrscheinlich noch verbliebene IPv4-Dienste durch das IPv6-Netz getunnelt. Unmittelbar miteinander kommunizieren können beide Protokolle jedoch nicht. Wie heise.de mitteilt, liegt nach Ansicht von Fred Baker, Entwickler bei Cisco und einer der Leiter der Arbeitsgruppe IPv6-Operations bei der IETF, der Hauptvorteil einer Übersetzungslösung in deren transparenz und dass sie die ungleichen Welten miteinander verbindet.

Ob sich da irgendetwas relevant geändert hat, ist mir nicht bekannt.

Weitere Informationen zu IPv6 findet man bei ICANN. Und ein Statement der NRO (Number Resource Organization), die sich um die fünf RIRs (Regional Internet Registries, von denen für uns hier in Europa RIPE in Amsterdam zuständig ist) kümmert, gibt es auch.