Archive for the ‘gTLDs’ Category

Waterstone’s wird Waterstones

13. Januar 2012

Zeitgleich mit dem Start der Bewerbungsphase um New gTLDs am gestrigen Donnerstag, verkündet der Buchhandelskonzern Waterstone’s, er werde von jetzt an ohne Apostroph geschrieben: also Waterstones. Grund hierfür sei, dass es Internet freundlicher sei ohne das Zeichen, welches nicht ohne weiteres in die Adresszeile des Internetseitenbetrachters passt.

Laut Daily Mail online regen sich einige Briten über die Sprach-/Schreibverhunzung auf; ähnlich wie wir uns über den Apostrophenschwachsinn in Deutschland (Sandra’s Nagelstudio, Harald’s Curry’s Treff’s?).

Aber es ist unleugbar internetfreundlicher ohne den Apostroph. Und ich werde mich wundern, wenn wir Anfang kommenden Jahres keine Bücher und eBücher unter .waterstones ordern können.

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.xxx wirklich schon am Start?

21. März 2011

Kaum hat ICANN im Laufe des 40. Meetings am Freitag, den 18.03.2011 sein – erneutes – OK für die Endung .xxx gegeben, überschlagen sich die Meldungen und Meinungen. Allein auf Circleid.com, einem der wichtigsten Branchen-Informationsseiten, die sich mit der Internet-Infrastruktur befasst, erschienen drei Artikel:

John Levine, der bei der Sitzung beim ICANN-Meeting in San Francisco dabei war und Sympathien nach allen Seiten und Argumenten bekundet, kommt zu dem Schluss, dass ICANNs Aufgabe ist, im Sinne der Allgemeinheit zu handeln. Dass die Endung .xxx, aber auch zahlreiche andere Endungen im Sinne allgemeiner Interessen seien und nicht lediglich im pekuniären Interesse der Initiatoren und späteren Betreiber der Endungen, sieht er nicht und lehnt damit die ICANN-Entscheidung ab. Mit dieser Argumentation lässt sich aber jede zukünftige Endung ablehnen. Denn ob sie im allgemeinen Interesse der Internetnutzer liegen, lässt sich im Vorhinein nicht sagen, sondern erst, wenn sie tatsächlich online ist und man die konkrete Reaktion der Nutzer feststellen kann.

Naseem Javed erlaubt sich eine zeitverschobene Stellungnahme, indem seinem Artikel vom 08. Juni 2005 nun nochmals online stellt. Der Artikel wurde obsolet, weil ICANN die Freigabe der Endung .xxx seinerzeit wegen massiver Kritik zurückzog, um die Endung nochmals zu überprüfen. Der Artikel ist nicht ganz ohne Aktualität, doch die Thesen sind in den vergangenen knapp sechs Jahren oft genug durchgekaut worden: absehbare Folgen und vermutliche Konsequenzen der Einführung von .xxx könnten sein: Abgrenzung und Polarisierung sind das eine, Geldmacherei das andere, denn nach wie vor wird im Bereich Erwachsenenunterhaltung im Internet am leichtesten Geld verdient (heute ist es vielleicht aber doch die Versicherungsbranche). Weiter ergibt sich die Möglichkeit für zum Beispiel Suchmaschinenbetreiber und Portale, den Zugriff auf .xxx-Seiten zu unterbinden. Schließlich ergeben sich über die Vermarktung der Erwachsenenindustrie hinaus auch Möglichkeiten Dritter, mit der Endung Geld zu machen: etwa durch Cybersquatting und den sich ergebenden Kennzeichenrechtsstreiten. Doch stellen sich über kurz oder lang drei Fragen: Müssen sich Erwachsenen-Angebote aus dem restlichen Netz zurückziehen und unter .xxx allein in Erscheinung treten? Was wird mit der Privatsphäre, wenn alleine bereits mit der Endung klar ist, was für Seiten man besucht hat? Und schließlich könnten Cyber-Squatter Domains registrieren, die den Namen ordentlicher Personen (natürlichen wie juristischen) entsprechen und deren Renommee beeinträchtigen. Javed schloss seinerzeit und schließt heute seinen Artikel mit Blick auf ein großes Domain-Fiasko. Dies scheint heute mehr als gestern unbegründet zu sein, wobei die Frage bleibt, die ich oben schon beantwortet habe: welche Endung ist sinnvoll? Die Nutzer werden es zeigen.

Ein Dritter Artikel stammt von einem nicht näher benannten CircleID Reporter, der die Fakten zusammenträgt und insbesondere auf ein Fünzehnminütiges Interview mit ICANN CEO, Rod Beckstrom, und Chairman Peter Dengate Thrush, in San Francisco über die Freigabe von .xxx. Zudem zitiert der Artikel ein Statement von Karl Auerbach, der erklärt, das .xxx-Ding ist noch nicht in trockenen Tüchern. ICANN und ICM-Registry müssen erst noch einen Vertrag aushandeln. Unklar ist auch, inwieweit die Gegengruppierung NTIA zu ICM Registry damit umgeht, ob sie nicht einen Rechtsstreit vom Zaune bricht und weitere vier beachtenswerte Punkte.

Alles in allem scheint die Lage noch immer nicht wirklich klar und der von ICM Registry-Chef Stuart Lawley zuversichtlich geäußerte Plan, bereits im Sommer mit der Sunrise Periode beginnen zu können, gefolgt von einer Landrush im Herbst erscheint sehr optimistisch.

neue Domain-Endungen: .sx vs. .xxx

18. März 2011

Manchmal ist man auch einfach nur ein Schaf.

IANA hat vor kurzem die neue country Code Top Level Domain (ccTLD) .sx – für Sint Maarten (Dutch part) – installiert. Nun hat openregistry.com den Zuschlag als Domain-Verwaltung erhalten und kündigt an, man werde voraussichtlich Adult Content eine Plattform geben. Womit .sx in Konkurrenz zur noch immer nicht von ICANN verabschiedeten Adult Endung .xxx träte.

Den Vorteil, den .sx hat ist, man ist eine Länderendung und muss sich keine Erlaubnis bei ICANN holen. Nach Eintrag in die Rootserver kann .sx eigentlich gleich loslegen: mit einer Sunrise Period und einer Landrush Period. Das wird innerhalb der kommenden sechs Monate über die Bühne gehen können.

Derweil ist immer noch unklar, was aus .xxx wird. Zur Zeit findet das 40. ICANN-Meeting statt. Die Adult Industry, das heißt ca. 25 Adult Webmaster protestieren gegen die Einführung von .xxx. Man rechnet damit, dass der gesamte Adult-Bereich unter diese Endung abgeschoben werden könnte, wo man sich jetzt unter allen Endungen verbreitet hat.

Zudem vermutet Domainer Andrew Alleman, dass mit einer weiteren Verzögerung der Einführung von .xxx der gesamte Ablauf der Einführung neuer generischer Top Level Domains (nTLDs) ins Stocken gerät. Letzteres wollen wir nicht hoffen. Es dauert schon viel zu lange mit der Einführung und die Gespräche zwischen GAC und ICANN, die jetzt geführt werden, hätte man bereits viel früher führen können und müssen.

Doch sei dem wie es wolle: .sx wird bald starten und ähnlich wie .co und .me vermarktet werden. Meine schafsmäßige Frage aber war: Warum sollte die Endung in Konkurrenz zu .xxx treten? – Ich bin nicht im Entferntestes auf das fehlende »e« gekommen, wie es ideal in einer Endung .sex repräsentiert würde. Das scheint mir kein gutes Geschäft für .sx zu werden.

UpDate
Mittlerweile hat ICANN im Rahmen des 40. Meetings .xxx zugelassen. ICM Registry, die Verwaltung von .xxx, will laut domainnamewire.com im Juni mit einer Sunrise Period für Markeninhaber starten und im Herbst die Landrush Period beginnen.

nTLD-Einführung: Worauf Registries achten sollten

3. August 2010

Roland LaPlante (Senior Vice President and CMO at Afilias) machte dieser Tage einige Vorschläge für angehende Registries, die neue Top Level Domains einführen werden, sobald ICANN endlich soweit ist (was frühestens Ende des Jahres der Fall sein, sich aber eher weiter verzögern wird).

Aus den Erfahrungen, die Afilias mit dem Umgang und der Einführung mehrerer Top Level Domains wie .info (vor beinahe neun Jahren) gemacht hat, ergibt sich nach LaPlante folgendes:

1. sollte eine zukünftige Domainverwaltung bei der Einführung einer neuen Top Level Domain darauf achten, dass Rechteinhaber ihre Rechte sichern können. Das geschieht am besten im Rahmen einer so genannte Sunrise Period, innerhalb der Domains unter Verweis und Beleg von Markenrechten bestellt werden können. Voraussetzung dafür sind klare Regeln, die einen zeitlichen Rahmen für die Anmeldung und Eintragung von Marken geben und wie sie ggf. in Domainnamen »übersetzt« werden. Die Daten lässt man von Fachleuten überprüfen. Die so vorgestellten Domains kommen nach Abschluss der Sunrise Periode in eine rund 60 Tage währende Quarantäne, in der Dritte Einwände geltend machen können.

2. Es folgt die Landrush-Phase, die die Technik strapazieren wird. Afilias hat Erfahrungen, das bei Beginn der Landrush innerhalb der ersten Minute die Server mit 300.000 Anfragen behelligt werden. Die Server müssen entsprechend skalieren können, was man in vorangehenden Tests prüft.


Auch für die Landrush müssen klare Regeln aufgestellt sein. Gebühren sollten für die Teilnahme an der Landrush nicht erhoben werden und Registrare sollten dazu angehalten werden, keine Gebühren gegenüber den Endnutzern geltend zu machen. Eine neue Top Level Domain macht sich keinen guten Namen, wenn man schon für die geringe Chance, einen Domainnamen zu registrieren, zahlen muss. Eine Gebühr ist nur gerechtfertigt, wenn Gewissheit besteht, dass der Besteller die Domain auch wirklich erhält.

3. In der Folge gibt es zwei Strategien, aufgrund der sich Domainverwaltungen für die Zukunft auf sichereres Terrain begeben können, sei es finanziell, sei es durch Renommee. So kann man einerseits erwägen, so genannte Premiumdomains zurückzuhalten, um sie dann zu Versteigern. Dazu gehören allgemeine Begriffe, die sich als die begehrtesten Domains etabliert haben. Andererseits lassen sich solche Domains und ihre Verwaltung auch über eine Einladung zur Bewerbung (RFP: request for proposal) um die begehrten Domains sehr gut vermarkten. Interessenten machen Vorschläge, welche Projekte sie unter einer Domain etablieren wollen und liefern einen Businessplan dazu, wie sie das Projekt umsetzen.

Schließlich ist es allemal sinnvoll, hoheitliche und Territorialbegriffe zu sperren, damit diese von den Berechtigten Staaten und Regierungen genutzt werden können.

Unter welcher TLD Domains registrieren?

12. Oktober 2009

Die Frage der Domain-Wahl hatte ich vor längerem bereits im Hinblick auf den Firmenname oder das Firmenschlagwort gestellt und später darauf erweitert, ob bei Unternehmensgründung nicht der Name sich aus der Domain ergeben könnte. Der Domainname wäre demnach weitestgehend geklärt – Spezialfragen, die individuell zu beantworten sind, bleiben immer. Nun fragt sich, welche Endung für die gewählt Domain opportun ist.

Die Frage nach der Domainendung richtet sich an zwei Kriterien aus:

— Mein Waren- und Dienstleistungs-Zielmarkt

— Verfügbarkeit der (gewünschten) Endung

Mein Markt
Die Domainendung, unter der man sein Angebot auf dem Markt präsentiert, richtet sich nach dem Markt. Sinnvollerweise spricht man den deutschsprachigen Markt unter den country code Top Level Domains .de, .at, und .ch an, wenn man seinen Sitz in Deutschland hat und diesen Markt bedienen will.

Ein Angebot, welches eine besonderere Form darstellt, lässt sich gegebenenfalls aber auch unter einer speziellen Endung präsentieren. Für Filmangebote bietet sich die als TV-Endung vermarktete .tv, Landesendung von Tuvalu, an; für Anbieter von Internetradio lässt sich die ebenfalls gesondert vermarktete Endung .fm, Landesendung von Mikronesien, nutzbar machen. Bekannte Beispiele für diese Genre sind giga.tv, arte.tv, last.fm und motor.fm.

Es gibt jedoch nicht nur traditionelle Länderendungen, die speziell vermarktet werden, sondern mittlerweile auch gezielt eingerichtete Endungen. So bietet sich für die Vermittlung von Job-Angeboten die Endung .jobs an; deutlich älter auf dem Markt ist .aero für alle Unternehmungen und Angebote, die sich auf die Flugindustrie kaprizieren. – Doch bergen diese besonderen Endungen das Risiko, dass sie am breiteren Markt vorbeigehen. Denn die seit vielen Jahren eingerichtete Endung .aero ist tatsächlich nur Kennern bekannt. Die nicht so alte Endung .job findet auch noch nicht die Resonanz, die ihr gebührt. Aus diesem Grunde wird man nicht umhinkommen, auf die bekannten Endungen ebenfalls zurückzugreifen. Dabei stellt sich wie so oft und bereits angesprochen das Problem der Verfügbarkeit:

Die Verfügbarkeit
Die bekanntesten und beliebtesten Domainendungen sind grundsätzlich die, unter denen man selbst sein Angebot präsentieren will. Maßgebend sind die generische Endung .com und die deutschsprachigen Endungen .de, .at, .ch, je nach dem wo man seinen Sitz hat oder welche Märkte (s. o.) man bedienen will.

Nicht immer wird die gewünschte Domain unter den erstrebenswerten Endungen zu haben sein. Es bestehen freilich Alternativen, wenn die Kernendungen nicht mehr verfügbar sind. Gerade deshalb sind Endungen wie .info und .biz eingeführt worden; aber auch die ersten generischen Endungen .org und .net stehen als Option bereit, zumal diese eher Eingang in das Nutzerwissen gefunden haben und unter diesen die Auffindbarkeit des eigenen Angebots deutlich besser ist als unter Exotenendungen.

Doch mit dem Umstand der nicht gegebenen Verfügbarkeit erhöht sich das Risiko einer Rechtsverletzung. Wählt man eine Ausweichendung, weil unter .com und .de die gewünschte Domain bereits vergeben ist, muss man verschärft etwaige Rechtsverletzungen prüfen. Die Gerichte sind sich weitestgehend einig, dass die Domainendung kein unterscheidungsfähiges Kriterium ist; dafür bürgen Entscheidungen wie steiff.com und bad-wildbad.com. Nur unter bestimmten Bedingungen entscheiden Gerichte unter Einbeziehung der konkreten Domainendung anders, so beispielsweise im Fall tipp.ag, bei dem das hOLG Hamburg meinte, die GmbH, die unter der Domain tipp.ag auftrete, täusche die von ihr angesprochenen Interessenten über ihre Rechtsform. Schließlich deutete der Bundesgerichtshof in seiner Enscheidung solingen.info an, dass es keine Rechtsverletzung angenommen hätte, wenn es um die Domain solingen.biz oder solingen.pro gegangen wäre, aber unter .info erwarte der Nutzer Informationen von der Stadt Solingen und nicht von einem Dritten über die Stadt Solingen.

Resümee
Die Frage nach der richtigen Domainendung für die eigene Internetpräsenz unterliegt also dem Markt, auf dem man sich begeben will, und der Verfügbarkeit der Domain unter der marktgerechten Domainendung. Mögliche Rechtsverletzungen sind immer vor Domainregistrierung zu prüfen.

Das erste Mal

12. September 2008

Wer kennt schon .museum, die Endung für – – Museen?

Bisher weist die Endung, nach erster Überprüfung 681 Second Level Domains auf – sieben Jahre, nachdem sie eingeführt wurde. Darunter fällt beispielsweise smb.museum, eine nicht gerade einprägsame Domain für die Staatlichen Museen Berlin.

Gestern im Kino warben die Staatlichen Museen Berlin für die Ausstellung Babylon – Mythos und Wahrheit und zeigten als Verweis:

http://www.smb.museum/babylon

für einen Moment auf der Leinwand. Zu kurz, um den Nicht-Domainer eine Chance zu geben, die Adresse irgendwie zu identifizieren, denn wer hat jemals von der Museen eigenen Endung gehört?

Es war das erste Mal, dass ich eine .museum zu Werbezwecken wahrgenommen habe. Und meine Sinne sind aufgrund der täglichen Arbeit darauf sensibilisiert, Domains in jeder Lebenslage wahrzunehmen.

Vertipper TLD 2

10. September 2008

Nicht nur ich, auch andere vertippen sich bei den Domain-Endungen, und so wurde es .omi statt .mobi. Eine ganz alte Domainendung mit wenig Potential für die Zukunft.

Vertipper TLDs

8. September 2008

Bei der wöchentlichen Aufbereitung der Handelsdaten für den Domain-Newsletter Artikel stellen sich gerne auch Vertipper ein: bei den Top Level Domains.

Vorbehaltlich des Umstands, dass ICANN bei der Einführung neuer Toplevel-Domains einen Dienstleister mit der Überprüfung der Anträge beauftragen will, und dieser Dienstleister kommende Domainendungen auch auf Vertippermissbrauch untersuchen will:

Meine dotINFO-Vertipper scheinen mir weitaus reizvoller als das Original:

.fino
.ifno

Während der erste für die Sherry-Industrie nicht uninteressant sein könnte, scheint mir die letztere ein weites Feld zu eröffnen, das sich viellicht die Damen und Herren der programmierenden Zunft nicht nehmen lassen würde.

Euro Telekom

29. August 2007

Lieber Bundesgerichtshof,

was wolltest Du bitte sagen, als du das schriebst:

»Die angefochtene Entscheidung stellt sich insoweit als im Ergebnis zutreffend dar, als das Berufungsgericht die Abweisung der Klage durch das Landgericht hinsichtlich der von der Klägerin begehrten Einwilligung in die Löschung der von der Beklagten verwendeten Domain-Namen bestätigt hat. Der von der Klägerin insoweit geltend gemachte Anspruch ist – worauf das Landgericht mit Recht hingewiesen hat – nur dann begründet, wenn schon das Halten der Domain-Namen durch die Beklagte für sich gesehen eine Rechtsverletzung darstellt. Diese Voraussetzung ist nicht schon deshalb erfüllt, weil die Beklagte als juristische Person (des Handelsrechts) stets im geschäftlichen Verkehr handelt (so aber Hacker in Ströbele/Hacker, Markengesetz, 8. Aufl., § 15 Rdn. 106). Der zuletzt genannte Umstand ändert nichts daran, dass eine Verwendung der Domain-Namen nur dann unzulässig ist, wenn die Beklagte dabei notwendig auch die weiteren Voraussetzungen des § 15 MarkenG erfüllt (vgl. BGH, Urt. v. 11.4.2002 – I ZR 317/99, GRUR 2002, 706, 708 = WRP 2002, 691 – vossius.de). Davon kann nur ausgegangen werden, wenn jede Verwendung auch dann, wenn sie im Bereich anderer Branchen als der der Telekommunikation und des Internets erfolgt, zumindest eine nach § 15 Abs. 3 MarkenG unlautere Ausnutzung oder Beeinträchtigung der Unterscheidungskraft oder Wertschätzung des Kennzeichens „Telekom“ der Klägerin darstellt. Dies aber kann nach der Lebenserfahrung nicht angenommen werden.«

[BGH Urteil vom 19.07.2007, Az.: I ZR 137/04, Abs. 13]

.biz macht business

23. April 2007

Wo .com, .net, .info und .org die Preise erhöhen, will NeuStar, die Verwaltung von .biz, in nichts nachstehen. Die Preise steigen von US$ 6,– auf US$ 6,42 ab 19. Oktober diesen Jahres (.pdf).