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Neue Domain-Endung verlangt Handeln

29. Juli 2011

Vielen ist noch nicht klar, worum es sich bei den neuen Domain-Endungen handelt und was deren Einführung für sie bedeuten kann. Im Laufe der letzten Wochen und Monate hat sich mein Bild bezüglich der neuen Domainendungen und deren Bedeutung für Unternehmen und Kennzeicheninhaber deutlich geändert. Ich beobachte die Entwicklung hin zur Einführung neuer Top Level Domains seit Jahren. Meine Skepsis ist in vielerlei Hinsicht gewichen. Ich halte es mittlerweile für unabdingbar, dass Unternehmen sich vertieft mit der Einführung neuer Domainendungen auseinandersetzen und gegebenenfalls dahin arbeiten, sich um eine eigene Endung zu bewerben. Das alles muss jetzt geschehen, andernfalls ist es für eine Bewerbung Anfang 2012 zu spät.

Einleitung

Domain hat jeder. »Domain« ist der Begriff links vom Punkt. Wie bei »domain-recht.de«. Die jetzt neu hinzukommenden Domains sind Endungen, das heisst die Zeichen rechts vom Punkt, wie .de, .com usw. In den vergangenen Jahren sind zahlreiche neue Domain-Endungen eingeführt worden, wie .info .eu und .tel. Doch bei der jetzt anstehenden Einführung neuer Domainendungen sind zwei Dinge anders: Die Endungen werden verständlicher, wie etwa .berlin oder .shop. Und zweitens darf im Grunde jeder so eine Endung haben, weshalb es bald .canon und .hitachi geben wird. Beide Konzerne haben frühzeitig verkündet, sich um entsprechende Endungen bewerben zu wollen. Aus diesem Grunde sind die neuen Endungen für Unternehmen nicht nur sehr interessant. Sie können für Unternehmen die Zukunft bedeuten. Ob das der Fall für den eigenen Konzern oder das eigene Unternehmen ist, sollte man prüfen.

Die neuen Endungen können für Konzerne und Unternehmen große Bedeutung gewinnen. Da sind Marketingaspekte, aber auch Sicherheitsfragen. Marketing bedeutet, das Unternehmen und seine Kunden finden sich effektiver. Kunden können sich sicher sein, dass sie wirklich mit dem Unternehmen in Kontakt treten. Unternehmen bestimmen, welche Domainnamen unter ihrer Endung registriert und wozu sie genutzt werden. Unternehmen können unternehmensinterne Strukturen aufbauen, die es selber besser darstellen und die die interne (aber auch die externe) Kommunikation verbessern. Das Branding des Unternehmens wird auf eine neue Ebene gehoben.

Sollte man wirklich …? Die eigene Domain?

Das klingt alles sehr gut und sehr schön. Doch braucht man das? Dieser Frage muss man sich als Unternehmen stellen. Immerhin kommen horrende Kosten auf einen zu, die zumindest von anderen Ausgaben, wie die für Werbung, abgezogen werden, bzw. umgeleitet werden in ein anderes Programm: die eigene Domainendung. Die Anzeigen in Zeitungen und Zeitschriften oder Fernsehspotts müssten – ein wenig – zurückgefahren werden. Zahlen? Die Implementierung einer neuen Domainendung kann sicher EUR 500.000,– kosten und in den Folgejahren der Betrieb der Domainendung regelmäßig EUR 100.000,– und mehr.

Zurück zur Frage: Braucht man das? – Da muss jeder seine Antwort finden. Aber eines ist sicher: die neuen Domainendungen kommen. Sie kommen spätestens Anfang 2013. Damit man dabei ist, muss man sich jedoch zwischen 12. Januar und 12. April 2012 darum bewerben. Und wer da nicht dabei ist, kommt zu spät und mag sich dann ärgern, weil unklar ist, wann die nächste Möglichkeit besteht, sich um eine eigene Domainendung zu bewerben.

Um aber Anfang 2012 dabei zu sein, muss man jetzt handeln. Danach mag es Jahre lang keine weiteren neuen Endungen geben. Das kann die Zukunft des eigenen Unternehmens unterminieren.

Was also ist zu tun?

Zunächst sollte man sich klar darüber werden, welche Bedeutung die Einführung neuer Domainendungen hat. Als Unternehmen geht es schlicht darum, zu prüfen, welchen Einfluss neue Endungen und eine eigene Endung (zu schweigen die von den Wettbewerbern) auf die eigene Zukunft und zukünftige Märkte hat. Das zu explorieren ist nicht einfach. Informationen von Beratungsunternehmen wie Mind+Machines weisen darauf hin, dass sich mittlerweile zahlreiche Unternehmen über die Bewerbung informieren. Es werden zahlreiche Unternehmen ihre Brandings als Domainendung registrieren lassen, wie die bereits erwähnten Konzerne Canon und Hitachi. Die tatsächlichen Zahlen und Bewerber wird ICANN jedoch erst zwei Wochen nach Ende der Bewerbungsphase bekannt geben.

Hat man sich Klarheit über mögliche Konsequenzen geschaffen, die sich aus der Einführung neuer Domainendungen für die eigene Unternehmens- und Marktentwicklung ergeben, wird einen in der Folge die Überlegung umtreiben, ob man selbst eine solche Endung braucht und ob man sie auch finanzieren kann. Aber selbst wenn man eine eigene Endung – auch in der ferneren Zukunft – nicht für notwendig erachtet, kommt man nicht umhin zu klären, wie man sein Branding, seine Marken und Unternehmenskennzeichen im Hinblick auf die neuen Endungen – passiv – schützt. So oder so kommt man also nicht umhin, sich nicht nur oberflächlich zu informieren, sondern in die Tiefe zu gehen und ggf. Fachleute beizuziehen, gerade wenn es um den Schutz eigener Kennzeichenrechte geht.

Empfehlungen und ein Zeitplan von John Matson

John Matson ist Berater (Mitbegründer und COO von Architelos). In einem Artikel gibt er Informationen darüber, wie man sich auf eine Bewerbung um eine eigene Domainendung vorbereitet. Wichtiger aber: er gibt ein Zeitgerüst, das einerseits deutlich macht: die Zeit drängt. Zugleich gibt es jedoch auch Zuversicht: man kann es schaffen.

Die drei Phasen des Zeitplans, deren erste so gut wie abgelaufen ist, lauten:

Feststellen, was man machen will (Juli bis August)

Wähle Deine Partner (September bis Oktober)

Bereite die Bewerbung vor (November bis Dezember)

Der Artikel ist unbedingt lesenswert, um ein Gefühl für die nächsten Schritte zu erhalten.

Der Zeitplan

Viel Zeit für die notwendigen Aufgaben besteht nicht mehr. Die Bewerbung muss in fünf Monaten abgegeben werden.

Binnen kürzester Zeit sollte man sich über die Einführung neuer Domainendungen informieren und prüfen, ob man sich selbst um eine Top Level Domains bewerben will und wie diese lauten soll. Im Grunde müßte dieser Vorgang bis Ende August/Anfang September abgeschlossen sein.

Dann stellt sich die Frage der Umsetzung. Man braucht kompetente Partner, die Rechtsfragen, Marketingstrategien und die konkrete, später technische Umsetzung bewerkstelligen. Hier kann man sich ebenfalls im Internet informieren. Zahlreiche Unternehmen bieten sich als technische Dienstleister bei der Implementierung und Verwaltung der neuen Domainendungen an. Dazu zählen nic.at, die österreichischce Domain-Verwaltung, Afilias, die Verwaltung von unter anderem .ino und .mobi, und Minds+Machines in Kooperation mit anderen Unternehmen, um nur die prominentesten Anbieter zu nennen.

newdomains.org
Doch besser und konkreter wird es auf der am 26. und 27. September 2011 anstehenden »Munich Conference on New Top Level Domains« in München. Diese Veranstaltung organisiert united-domains AG, für die ich tätig bin. Das mag nun wie Werbung klingen, doch – wie eingangs gesagt – meine Skepsis gegenüber neuen Domains hat sich gewandelt und ich halte es für Unternehmen für unabdingbar, sich mit der Frage neuer Domainendungen auseinanderzusetzen.

Auf der Konferenz haben Sie die Möglichkeit

_ zu lernen, wie man seine eigene Endung erlangt [Learn how to get your own .brand Domain (e.g. http://www.cars.bmw)]

_ wie man eigene Kennzeichen unter den hunderten zu erwartenden neuen Top Level Domains schützt [Learn how to protect your brands and trademarks under hundreds of new domain extensions.]

_ wie man erfolgreich die eigenen Domain-Verwaltung führt [Learn how to successfully run your own domain-registry]

Dort treffen Sie auf die Fachleute, die Ihnen in Rechts-, Sach- und technischen Fragen weiterhelfen und die mit Ihnen nicht nur die Bewerbung zum Abschluss bringen, sondern danach auch als technischer Dienstleister zur Seite stehen. Die Referenten, die dort zu Wort kommen, sind die besten Weltweit. Unter anderem kommt Steve Crocker, Vorsitzender des ICANN-Direktoriums. Aber – wie gesagt – dort finden Sie die Fachleute für alle Belange, die mit einer Bewerbung und der technischen Administration der neuen Top Level Domains einhergehen. Und Sie treffen Juristen, die Ihnen beim Schutz Ihrer Kennzeichen weiterhelfen, auch wenn Sie sich gerade nicht um eine eigene Domainendung bewerben wollen, aber im Hinblick auf Hunderte neuer Endungen einen Plan zum Schutze Ihrer Kennzeichen entwickeln müssen.

Von der Konferenz bis zur Abgabe einer Bewerbung sind es nur 3 1/2 Monate. Dazwischen liegen Weihnachten und Neujahr, die für ein solches Projekt zeitraubend sind. Die Abgabe für Bewerbungen beginnt am 12. Januar 2012 und endet am 12. April 2012. Das sind drei Monat. Und in nurmehr fünf Monaten muss man soweit sein und die eigene Bewerbung fertig haben.

Der nächste Schritt

Es bleibt nicht viel Zeit. Informieren Sie sich jetzt:

zum Beispiel auf dem Projekt domain-recht.de, das ich zusammen mit Rechtsanwalt Florian Hitzelberger betreue. – Im wöchentlichen Newsletter, den man auf der Seite kostenlos abonnieren kann, informieren wir wöchentliche über die Entwicklung der neuen Domainendungen. Im Archiv finden Sie zahlreiche Artikel dazu, um einen erste Vorstellung davon zu bekommen, um was es geht.

Einen kurzen Überblick über die Situation gibt Afilias in einer 14 Seiten starken Broschüre „Envisioning Your .BRAND New World, A Field Guide for Brand Builders„, nebst einem Video dazu.

Sie finden zahlreiche Informationen auf der News-Seite Circleid.com, auf der Fachleute erhellendes über die Einführung neuer Endungen vermitteln.

Sie können sich aber auch gleich auf das von ICANN verabschiedete Bewerberhandbuch (Applicant Guide Book – AGB) stürzen. Das ist eine schwierige Materie, aber es enthält die präzisen Vorgaben, was für eine Bewerbung um eine Domainendung verlangt wird.

Mit der Lektüre dieser Informationen haben Sie den ersten Schritt getan. Danach könnten Sie die Prüfung, ob für Sie eine eigene Endung in Betracht kommt, starten:

Die Überlegungen und Aufgaben, die Sie jetzt angehen müssen, beschreibt Alex Tajirian in seinem Artikel New gTLD Applicants Must Reduce Cognitive Biases.

.xxx wirklich schon am Start?

21. März 2011

Kaum hat ICANN im Laufe des 40. Meetings am Freitag, den 18.03.2011 sein – erneutes – OK für die Endung .xxx gegeben, überschlagen sich die Meldungen und Meinungen. Allein auf Circleid.com, einem der wichtigsten Branchen-Informationsseiten, die sich mit der Internet-Infrastruktur befasst, erschienen drei Artikel:

John Levine, der bei der Sitzung beim ICANN-Meeting in San Francisco dabei war und Sympathien nach allen Seiten und Argumenten bekundet, kommt zu dem Schluss, dass ICANNs Aufgabe ist, im Sinne der Allgemeinheit zu handeln. Dass die Endung .xxx, aber auch zahlreiche andere Endungen im Sinne allgemeiner Interessen seien und nicht lediglich im pekuniären Interesse der Initiatoren und späteren Betreiber der Endungen, sieht er nicht und lehnt damit die ICANN-Entscheidung ab. Mit dieser Argumentation lässt sich aber jede zukünftige Endung ablehnen. Denn ob sie im allgemeinen Interesse der Internetnutzer liegen, lässt sich im Vorhinein nicht sagen, sondern erst, wenn sie tatsächlich online ist und man die konkrete Reaktion der Nutzer feststellen kann.

Naseem Javed erlaubt sich eine zeitverschobene Stellungnahme, indem seinem Artikel vom 08. Juni 2005 nun nochmals online stellt. Der Artikel wurde obsolet, weil ICANN die Freigabe der Endung .xxx seinerzeit wegen massiver Kritik zurückzog, um die Endung nochmals zu überprüfen. Der Artikel ist nicht ganz ohne Aktualität, doch die Thesen sind in den vergangenen knapp sechs Jahren oft genug durchgekaut worden: absehbare Folgen und vermutliche Konsequenzen der Einführung von .xxx könnten sein: Abgrenzung und Polarisierung sind das eine, Geldmacherei das andere, denn nach wie vor wird im Bereich Erwachsenenunterhaltung im Internet am leichtesten Geld verdient (heute ist es vielleicht aber doch die Versicherungsbranche). Weiter ergibt sich die Möglichkeit für zum Beispiel Suchmaschinenbetreiber und Portale, den Zugriff auf .xxx-Seiten zu unterbinden. Schließlich ergeben sich über die Vermarktung der Erwachsenenindustrie hinaus auch Möglichkeiten Dritter, mit der Endung Geld zu machen: etwa durch Cybersquatting und den sich ergebenden Kennzeichenrechtsstreiten. Doch stellen sich über kurz oder lang drei Fragen: Müssen sich Erwachsenen-Angebote aus dem restlichen Netz zurückziehen und unter .xxx allein in Erscheinung treten? Was wird mit der Privatsphäre, wenn alleine bereits mit der Endung klar ist, was für Seiten man besucht hat? Und schließlich könnten Cyber-Squatter Domains registrieren, die den Namen ordentlicher Personen (natürlichen wie juristischen) entsprechen und deren Renommee beeinträchtigen. Javed schloss seinerzeit und schließt heute seinen Artikel mit Blick auf ein großes Domain-Fiasko. Dies scheint heute mehr als gestern unbegründet zu sein, wobei die Frage bleibt, die ich oben schon beantwortet habe: welche Endung ist sinnvoll? Die Nutzer werden es zeigen.

Ein Dritter Artikel stammt von einem nicht näher benannten CircleID Reporter, der die Fakten zusammenträgt und insbesondere auf ein Fünzehnminütiges Interview mit ICANN CEO, Rod Beckstrom, und Chairman Peter Dengate Thrush, in San Francisco über die Freigabe von .xxx. Zudem zitiert der Artikel ein Statement von Karl Auerbach, der erklärt, das .xxx-Ding ist noch nicht in trockenen Tüchern. ICANN und ICM-Registry müssen erst noch einen Vertrag aushandeln. Unklar ist auch, inwieweit die Gegengruppierung NTIA zu ICM Registry damit umgeht, ob sie nicht einen Rechtsstreit vom Zaune bricht und weitere vier beachtenswerte Punkte.

Alles in allem scheint die Lage noch immer nicht wirklich klar und der von ICM Registry-Chef Stuart Lawley zuversichtlich geäußerte Plan, bereits im Sommer mit der Sunrise Periode beginnen zu können, gefolgt von einer Landrush im Herbst erscheint sehr optimistisch.

nTLD-Einführung: Worauf Registries achten sollten

3. August 2010

Roland LaPlante (Senior Vice President and CMO at Afilias) machte dieser Tage einige Vorschläge für angehende Registries, die neue Top Level Domains einführen werden, sobald ICANN endlich soweit ist (was frühestens Ende des Jahres der Fall sein, sich aber eher weiter verzögern wird).

Aus den Erfahrungen, die Afilias mit dem Umgang und der Einführung mehrerer Top Level Domains wie .info (vor beinahe neun Jahren) gemacht hat, ergibt sich nach LaPlante folgendes:

1. sollte eine zukünftige Domainverwaltung bei der Einführung einer neuen Top Level Domain darauf achten, dass Rechteinhaber ihre Rechte sichern können. Das geschieht am besten im Rahmen einer so genannte Sunrise Period, innerhalb der Domains unter Verweis und Beleg von Markenrechten bestellt werden können. Voraussetzung dafür sind klare Regeln, die einen zeitlichen Rahmen für die Anmeldung und Eintragung von Marken geben und wie sie ggf. in Domainnamen »übersetzt« werden. Die Daten lässt man von Fachleuten überprüfen. Die so vorgestellten Domains kommen nach Abschluss der Sunrise Periode in eine rund 60 Tage währende Quarantäne, in der Dritte Einwände geltend machen können.

2. Es folgt die Landrush-Phase, die die Technik strapazieren wird. Afilias hat Erfahrungen, das bei Beginn der Landrush innerhalb der ersten Minute die Server mit 300.000 Anfragen behelligt werden. Die Server müssen entsprechend skalieren können, was man in vorangehenden Tests prüft.


Auch für die Landrush müssen klare Regeln aufgestellt sein. Gebühren sollten für die Teilnahme an der Landrush nicht erhoben werden und Registrare sollten dazu angehalten werden, keine Gebühren gegenüber den Endnutzern geltend zu machen. Eine neue Top Level Domain macht sich keinen guten Namen, wenn man schon für die geringe Chance, einen Domainnamen zu registrieren, zahlen muss. Eine Gebühr ist nur gerechtfertigt, wenn Gewissheit besteht, dass der Besteller die Domain auch wirklich erhält.

3. In der Folge gibt es zwei Strategien, aufgrund der sich Domainverwaltungen für die Zukunft auf sichereres Terrain begeben können, sei es finanziell, sei es durch Renommee. So kann man einerseits erwägen, so genannte Premiumdomains zurückzuhalten, um sie dann zu Versteigern. Dazu gehören allgemeine Begriffe, die sich als die begehrtesten Domains etabliert haben. Andererseits lassen sich solche Domains und ihre Verwaltung auch über eine Einladung zur Bewerbung (RFP: request for proposal) um die begehrten Domains sehr gut vermarkten. Interessenten machen Vorschläge, welche Projekte sie unter einer Domain etablieren wollen und liefern einen Businessplan dazu, wie sie das Projekt umsetzen.

Schließlich ist es allemal sinnvoll, hoheitliche und Territorialbegriffe zu sperren, damit diese von den Berechtigten Staaten und Regierungen genutzt werden können.

IT-Law BarCamp 10 bei Bird&Bird

20. März 2010

Das erste IT-Law BarCamp in Deurschland findet zur Zeit bei Bird & Bird in Frankfurt/M statt. Hier die ersten visuellen Eindrücke:

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Adressraum geht zur Neige

20. Januar 2010

Gestern kam eine Nachricht von ICANN (Internet Corporation for Assigned Names and Numbers) herein, in der es heisst, dass nun nur noch 24 IPv4-Adressblöcke, das sind pro Block 16 Mio. IP-Adressen und zusammen also 384.000.000 IP-Adressen, zur Verfügung stehen. Die letzten 10 % des Adressraums werden also gerade angebrochen, und mit IPv6 sieht es noch immer nicht sehr gut aus.

Marina del Rey, CA… January 19, 2010… The available pool of unallocated Internet addresses using the older IPv4 protocol has now dipped below the 10 percent mark. There are now just 24 address blocks (each block is about 16-million IP addresses) that ICANN has not yet allocated to the Regional Internet Registries around the world.

Weiter wird in der Pressemitteilung von ICANN davon gesprochen, welche Herausforderung das darstellt und aber auch, welche Vorteile IPv6 hat. Ja klar, aber Fragen nach technischen und deren Lösung werden nicht gestellt. Vor zwei Jahren stand man noch vor großen technischen Problemen.

Die Schwierigkeiten der Kommunikation zwischen IPv4 und IPv6 sind groß. In einer Liste der IETF findet man zahlreiche Probleme, die noch zu lösen sind. Zur Zeit wird die Kommunikation auf IPv6-Ebene durch das IPv4 getunnelt. Spätestens 2010 bis 2012 soll der Umstieg auf IPv6 erfolgt sein. Dann werden wahrscheinlich noch verbliebene IPv4-Dienste durch das IPv6-Netz getunnelt. Unmittelbar miteinander kommunizieren können beide Protokolle jedoch nicht. Wie heise.de mitteilt, liegt nach Ansicht von Fred Baker, Entwickler bei Cisco und einer der Leiter der Arbeitsgruppe IPv6-Operations bei der IETF, der Hauptvorteil einer Übersetzungslösung in deren transparenz und dass sie die ungleichen Welten miteinander verbindet.

Ob sich da irgendetwas relevant geändert hat, ist mir nicht bekannt.

Weitere Informationen zu IPv6 findet man bei ICANN. Und ein Statement der NRO (Number Resource Organization), die sich um die fünf RIRs (Regional Internet Registries, von denen für uns hier in Europa RIPE in Amsterdam zuständig ist) kümmert, gibt es auch.

Risiken des Webshopbetreibers

31. Juli 2009

Der folgende Artikel über die Risiken des Webshop-Betreibers schaffte es nicht zur Veröffentlichung beim Auftraggeber. Ein solcher, durchaus informativer Artikel kommt aber leider dabei heraus, wenn man einen Rundumschlag zum Thema auf lediglich 8.000 Anschlägen wünscht. Die Entscheidung, nun doch einen deutlich modifizierten Artikel, der zu einem Themenbereich in die Tiefe geht, zu fertig, war vernünftig. Das hätte die Redaktion sich aber auch vorher überlegen können.

Aufgrund eines engen Zeitplans dauert es jetzt mit dem neuen Artikel – aber den alten, der in gewisser Hinsicht durchaus brauchbar ist, weil er den Leser (und potentiellen Webshopbetreiber) für die Risiken sensibilisiert, die ihn erwarten, kommt jetzt:

(more…)

Thomas Hoeren über Geistiges Eigentum

20. Juli 2009

im Interview beim elektrischen Reporter:

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Juristen erklären das Internet

5. Juli 2009

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Wolfgang Kleinwächter im Gespräch

2. Juni 2009

… über »Die große Chinesische Firewall, wobei er sich auf diese nicht beschränkt, sondern auch Kritik über den Vorstoß Europas im Hinblick auf die Verwaltung des Internet übt. Vivian Reding, EU Kommissarin für das Internet, hatte vor kurzem vorgeschlagen, die Verwaltung des Internet über ein staatliches Gremium (G 12: 11 Regierungen Plus dem ICANN-Chef) zu führen. Dazu meint Kleinwächter:

Wenn Sie das Management der technischen Ressourcen einem zwischenstaatlichen Gremium übergeben, bleibt mit großer Wahrscheinlichkeit die Dynamik des Internet auf der Strecke und Regierungskontrolle hält Einzug. Die Offenheit für Innovation, das End-zu-End Prinzip der Internet Architektur ohne einer zentralen Aufsichtsbehörde ist das eigentliche Geheimnis hinter der unglaublichen Erfolgsgeschichte Internet bei der binnen 20 Jahren die Zahl der Nutzer (und Nutznießer) des Internet von weniger als 100 000 auf 1.6 Milliarden wuchs.

Allerdings.

fjip.de

29. Mai 2009

Der unermüdliche Ralf Zosel raunte bereits seit einiger Zeit von einem Drupal-Projekt. Was dahinter steckte, wer konnte das sagen?

Gestern Abend hat er in einem Eintrag auf lawgical.de das Geheimnis gelüftet. Nun gibt es die

Datenbank Freie Juristische Internetprojekte

zu erreichen unter der kleveren Akronymdomain fjip.de:

Die Datenbank Freie Juristische Internetprojekte fjip.de bietet – in Kooperation mit jurawiki.de – einen Überblick über deutschsprachige freie juristische Internetnetprojekte und soll die Entwicklung derselben nachvollziehbar machen.

Du kannst hier nicht nur Informationen abrufen, sondern auch mithelfen: Füge neue Projekte hinzu und ergänze oder ändere die Angaben bei bestehenden Projekten. Außerdem kannst du (auch ohne Anmeldung) jedes Projekt kommentieren.